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Für und Wider der Struktur, Teil 1
Haargemisch und Mischhaar. Eingelöffelt in eine feste Reihe von weiter weg gezählten Elektroden (0,8 und 1,0 Vox, früher Titan) und Beinen (blass, rosig und mit Krampfadern) gesellte sich Hausmeister H. Gelfahrt dazu und nun endlich waren sie alle zusammen gekommen. Dieser Tag würde die Welt verändern. Keiner der Vorgenannten war sich dessen bewusst. Ich sollte dazu sagen, dass wir gerade Erzähltes am Ende nicht überprüfen werden, da es in dieser Geschichte und in dieser Gesellschaft so üblich ist, sehen, sagen, behaupten (laber laber Rhabarber) und weiter zu gehen. Kein Mensch kommt auf die Idee gesprochenes Wort zu überprüfen. Eingelullt oder nicht. Es bleibt was ist am Ende!
Eine große Schar Schafe graste auf einem weißen Spitzendeckchen. Umzäunt waren die freiheitsliebenden, gerne draußen Tiere von Stecknadelkopfmutanten, so groß wie gefüllte Kohlensäcke und auf den Säcken war der Winter zu Hause. Ein eisiger Wind wehte aus dem Osten. Dort schossen die Strukturvertriebe aus dem Boden. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, stand so ein eingepackter Oberstrukki auch inmitten unserer großen Schafherde. Ganz egal, ob Mann oder Frau, Merkmale für euch sind:
1.Lieblingsfarbe: schwarze Geschäftskleidung, inklusive Regenschirm und Taschentuch,
2. Sein Gesicht ist prinzipiell bleich geschminkt und er hat die Mimik einer Fratze von Halloween. Ihr erinnert euch an einen Kürbis? Fein.,
3. Seine Augen wirken wach und die Stimme ist grell und laut. Sein Wille ist Gesetz,
4. Er spielt mit der Angst der Anderen,
5. Er verkauft gerne Dinge, die niemand braucht, zur falschen Zeit, am verkehrten Ort, an den verkehrten Mann und das ganze auch noch viel zu teuer.
Zum Geldverdienen braucht er solche Leute wie Haargemisch und Mischhaar und auch der Hausmeister, Herr Gelfahrt war ihm nicht zu schade. Finanzen hieß sein Zauberwort. Unsere große Herde Schafe war mürbe gemacht (zu viel freie Zeit und unglücklich damit), verängstigt und teilweise verarmt und alle standen auf stelzenartigen Eimerfüßen. Undurch und Drehbei, so hießen die Hunde vom Oberstrukki bewachten die Herde und hatten dabei leichtes Spiel. Denn nur die wagemutigsten, hosenrunterlassensten Spitzendeckchengeher/innen konnten überleben. Sie brauchten weder Achtung noch Respekt zu besitzen vor anderen Lebewesen, denn sie hatten ja die Macht und das Geld. Sie glaubten, dass jeder Mensch käuflich und erpressbar wäre. Ihnen musste also Geld alles bedeuten und ich glaube sie hatten weder Seele noch Moral, noch sind dies angenehme Zeitbürger. Hier ist es doch wieder ungeheuer schön und ich höre euch aufatmen an dieser Stelle. Ihr werdet sagen, dass man sich doch die Leute selbst aussuchen kann, mit denen man die Zeit verbringen möchte. Ja bis jetzt konnte man das auch. Aber so ein Oberstrukki bleibt einem erhalten. Haargemisch und Mischhaar, ach wie langweilten sie sich doch.
Tagein und tagaus, immer mussten sie in einer Reihe stehen. Jeden Tag gab es den rosa Lolli am Morgen. Mittags den freundlichen Gruß von Frau Tellerauge und ein bischen Obst vom Straßenverkäufer und erst am Abend ging der Tag zu Ende. Dann fielen sie in ihre Betten und wünschten sich, das der nächste Tag doch anders werden würde. Ihre mittlerweile grau angerauhten Deckelspitzen passten zu ihrer Sorge. Hausmeister, Herr Gelfahrt ging es zu dieser Zeit auch nicht viel anders. Jeden Tag mindestens einen Waldspaziergang, Enten füttern im Park, Sonne, Regen immer dieses Wetter. Unzufriedenheit nagte auch an seiner personifizierten Seele. Wie es der Zufall wollte, sollten sich alle drei kennen lernen. Und das kam so. Sämtliche Personen und Handlungen sind frei erfunden und Ähnlichkeiten rein zufälliger Natur.

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